Zwischen Google-Suche und ChatGPT-Prompt: Wo entscheidet sich deine digitale Sichtbarkeit?
Vor einiger Zeit habe ich von einem Workshop gehört, in dem sinngemäß die Aussage gefallen sein soll, dass eine eigene Website heute gar nicht mehr so wichtig ist. Seitdem beschäftigt mich dieser Gedanke. Gerade weil ich mich in den vergangenen Monaten intensiv mit SEO und GEO auseinandergesetzt habe, war meine erste Reaktion nicht: Das stimmt nicht. Sondern: Es kommt darauf an.
Wenn du seit Jahren etabliert bist, genügend Empfehlungen bekommst, über Social Media eine starke Community aufgebaut hast und dir die Kunden sprichwörtlich die Tür einrennen, brauchst du vielleicht tatsächlich keine Website, an der du ständig arbeitest. Eine kleine statische Seite als digitale Visitenkarte kann dann vollkommen ausreichen. Aber was ist, wenn du wachsen möchtest? Was ist, wenn neue Kunden dich finden sollen? Und was ist, wenn du heute gar nicht weißt, ob diese Menschen morgen bei Google, ChatGPT, Bing, über Social Media oder auf einem ganz anderen Weg nach einer Lösung wie deiner suchen? Dann sieht meine Antwort anders aus.
Brauche ich 2026 noch eine Website? Es kommt darauf an. Aber wenn du digital wachsen, gefunden und auch von KI-Systemen als relevante Quelle berücksichtigt werden möchtest, würde ich freiwillig nicht auf deine eigene Website verzichten.
Die Art, wie wir suchen, verändert sich
Noch vor wenigen Jahren war der Weg ziemlich klar. Wir hatten eine Frage, öffneten Google, tippten ein paar Suchbegriffe ein und klickten uns durch die Ergebnisse.
Heute können wir ChatGPT & Co. fragen. Google zeigt AI Overviews direkt in den Suchergebnissen und entwickelt mit dem AI Mode die eigene Suche immer stärker in Richtung eines Dialogs. Auch andere KI-Systeme liefern Antworten, ohne dass wir uns zuerst durch mehrere Websites klicken müssen.
Eine Bitkom-Studie belegt, dass inzwischen etwa die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland zumindest gelegentlich KI-Chats anstelle der klassischen Internetsuche verwendet. Bei den jüngeren Nutzern sind es sogar rund zwei Drittel. Gleichzeitig sucht aber fast die Hälfte weiterhin ausschließlich über klassische Suchmaschinen. Wir erleben also nicht einfach das Ende von Google und den Beginn von ChatGPT. Die Suche verteilt sich auf unterschiedliche Wege und gleichzeitig verändert sich die Suche selbst.
Wie wir in drei oder fünf Jahren nach Informationen, Unternehmen oder Dienstleistungen suchen werden, kann heute niemand seriös vorhersagen. Vielleicht bleibt die klassische Google-Suche stärker, als manche erwarten. Vielleicht fragen wir noch viel häufiger eine KI. Wahrscheinlich werden verschiedene Formen der Suche nebeneinander bestehen und sich immer stärker vermischen.
Für mich entsteht daraus eine ganz andere Frage:
Woher sollen diese Systeme eigentlich wissen, dass es dein Unternehmen, dein Angebot und dein Wissen gibt?
Ohne eigene Website gebe ich einen wichtigen Teil meiner Kontrolle ab
Je intensiver ich mich mit SEO und GEO beschäftige, desto weniger würde ich persönlich auf meine eigene Website verzichten wollen. Nicht, weil eine Website automatisch gute Rankings bringt. Und auch nicht, weil KI-Systeme ausschließlich Websites als Quellen verwenden würden. Informationen über ein Unternehmen können auch auf Social Media, in Verzeichnissen, Presseartikeln, Foren oder auf anderen Websites vorkommen.
Mein Grund ist ein anderer: Für mich kann die eigene Website zum „Single Point of Truth“ eines Unternehmens werden – zu der zentralen digitalen Quelle, auf der ich selbst festlege, wer ich bin, was ich anbiete und wofür mein Unternehmen steht. Suchmaschinen und KI-Systeme können diese Informationen ebenso aufgreifen wie Menschen, die sich genauer über mein Unternehmen informieren möchten. Ohne eigene Website verzichte ich auf die wichtigste digitale Quelle, deren Inhalte, Struktur und Positionierung ich selbst kontrollieren kann.
Auf meiner Website entscheide ich, wie ich mein Unternehmen beschreibe. Ich kann erklären, womit ich mich beschäftige, welche Leistungen ich anbiete, welche Erfahrungen ich gesammelt habe und zu welchen Themen ich Wissen veröffentliche.
Ich kann Inhalte aktualisieren, Zusammenhänge herstellen, Themen vertiefen, Quellen nennen und über viele Seiten hinweg deutlich machen, wofür mein Unternehmen steht.
Natürlich gibt es auch dort technische und externe Abhängigkeiten. Ich brauche eine Domain, einen zuverlässigen Hoster und ein funktionierendes System. Trotzdem habe ich über meine eigene Website wesentlich mehr Kontrolle als über mein Profil auf einer fremden Plattform.
Social Media ist gemieteter Boden
Ich mag diesen Vergleich:
Social Media ist gemieteter Boden. Die Website ist dein eigenes digitales Zuhause.
Das bedeutet nicht, dass auf der eigenen Website alles erlaubt wäre oder dass ich dort völlig unabhängig bin.
Wenn ich über Google gefunden werden möchte, muss ich mich auch an die entsprechenden Regeln halten. Google kann Seiten bei Verstößen gegen seine Richtlinien aus den Suchergebnissen entfernen oder ihre Sichtbarkeit einschränken. Algorithmusänderungen können Rankings ebenfalls verändern.
Eine eigene Website ist also kein Freifahrtschein und gute Rankings gehören mir nicht. Der entscheidende Unterschied liegt für mich woanders. Wenn sich der Algorithmus eines sozialen Netzwerks verändert, kann meine dort aufgebaute Reichweite plötzlich deutlich kleiner werden. Plattformen verändern ihre Regeln und Funktionen. Ein Account kann eingeschränkt oder gesperrt werden. Und eine Plattform kann irgendwann an Bedeutung verlieren oder ganz verschwinden.
Meine Website ist dagegen weiterhin unter ihrer eigenen Adresse erreichbar, solange sie technisch bereitgestellt wird.
Selbst wenn ich bei Google Rankings verliere, verschwindet meine Website deshalb nicht automatisch aus dem Internet. Vielleicht werde ich weiterhin über Bing gefunden. Vielleicht kommt jemand über einen direkten Link, einen Newsletter, Social Media, eine Empfehlung oder irgendwann über eine KI-Anwendung zu mir.
Eine eigene Website macht mich nicht unabhängig von Algorithmen. Sie gibt mir aber die Möglichkeit, über verschiedene Algorithmen, Plattformen und Zugangswege gefunden zu werden.
Das ist für mich ein entscheidender Unterschied.
Aber eine Website allein macht dich noch lange nicht sichtbar
Und jetzt kommt die andere Seite. Eine Website zu besitzen bedeutet nicht automatisch, dass jemand sie findet.
Eine Website ohne relevante Inhalte, ohne Weiterentwicklung, ohne klare Positionierung und ohne technische Grundlage kann jahrelang online sein und kaum jemand findet sie. Und glaub mir, davon gibt es viele.
Wenn eine Website einmal erstellt wurde und danach über Jahre praktisch unverändert bleibt, sollte man sich tatsächlich fragen, welche Aufgabe sie erfüllen soll. Soll sie lediglich eine digitale Visitenkarte sein? Dann kann das vollkommen in Ordnung sein.
Soll sie Menschen informieren, die dich ohnehin schon kennen? Auch dafür muss nicht jede Woche ein neuer Blogartikel erscheinen.
Wenn du aber erwartest, dass neue Menschen deine Website über Suchmaschinen und zunehmend auch über KI-gestützte Suchsysteme entdecken, sieht die Sache anders aus. Dann brauchst du etwas, womit diese Systeme arbeiten können. Hilfreiche Inhalte. Klare Themen. Eine verständliche Struktur. Technische Zugänglichkeit. Eindeutige Informationen darüber, wer du bist, was du anbietest und womit dein Unternehmen verbunden werden soll.
Die entscheidende Frage lautet deshalb für mich nicht nur:
Brauche ich eine Website?
Sondern: Welche Rolle soll deine Website in deiner digitalen Sichtbarkeit spielen und bist du bereit, sie entsprechend zu nutzen?
Selbst Google hält SEO für die KI-Suche weiterhin für relevant
Dass Websites durch KI nicht einfach bedeutungslos werden, zeigt ausgerechnet Google selbst. In seinem aktuellen Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen in der Google Suche erklärt Google Websitebetreibern, was für die Sichtbarkeit in AI Overviews und im AI Mode wichtig ist.
Auf die Frage, ob SEO für die Suche mit generativer KI weiterhin relevant ist, antwortet Google: „Kurz gesagt: Ja!“
Die SEO-Best-Practices bleiben wichtig, weil auch die generativen KI-Funktionen auf den zentralen Ranking- und Qualitätssystemen der Google-Suche aufbauen.
Google erklärt darin außerdem, dass für seine generativen KI-Funktionen relevante und aktuelle Webseiten aus dem Google-Suchindex abgerufen werden können. Damit eine Seite in diesen Funktionen erscheinen kann, muss sie unter anderem indexiert und technisch für die Google-Suche zugänglich sein.
Google weist allerdings auch ausdrücklich darauf hin, dass selbst die Einhaltung aller Anforderungen und Best Practices keine Garantie für Crawling, Indexierung oder Ausspielung ist.
Genau diese Einschränkung finde ich wichtig. Denn sie bestätigt etwas, das auch für SEO schon lange gilt:
Wir können gute Voraussetzungen für Sichtbarkeit schaffen. Erzwingen können wir sie nicht.
Interessant finde ich noch etwas anderes. Google beginnt inzwischen sogar damit, die Sichtbarkeit von Websites innerhalb seiner generativen KI-Funktionen messbarer zu machen. In den neuen Search-Console-Leistungsberichten für generative KI können Websitebetreiber nachvollziehen, wie ihre Inhalte über AI Overviews und den AI Mode gefunden werden. Die Funktion wird schrittweise ausgerollt. Für mich ist das ein deutliches Signal:
Die Website verschwindet nicht. Aber die Wege, über die ihre Inhalte gefunden werden, verändern sich.
Was eine Website 2026 leisten sollte
Ich glaube deshalb nicht, dass die entscheidende Frage lautet, ob man 2026 überhaupt noch eine Website braucht. Viel interessanter ist, was diese Website leisten soll.
Google nennt in seinem Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen in der Google Suche einige Punkte, die dafür besonders wichtig sind:
- Eine eigene Perspektive einbringen: Google empfiehlt ausdrücklich Inhalte, die sich von bereits vorhandenen Informationen unterscheiden. Eigene Erfahrungen, Beobachtungen und Wissen können genau diesen Unterschied machen. Inhalte sollten nicht einfach wiederholen, was bereits überall im Internet steht oder leicht von einer generativen KI erstellt werden könnte.
- Nicht nur allgemeinen Content produzieren: Hilfreich, zuverlässig und nutzerorientiert reicht Google zufolge nicht allein. Besonders wertvoll können Inhalte sein, die über Allgemeinwissen hinausgehen und beispielsweise Erfahrungen aus erster Hand enthalten.
- Für Menschen verständlich schreiben und strukturieren: Klare Überschriften, sinnvolle Abschnitte und gut verständliche Texte helfen Lesern, Inhalte schnell zu erfassen und sich auf einer Seite zurechtzufinden.
- Bilder und Videos sinnvoll einsetzen: Hochwertige und relevante Bilder oder Videos können Inhalte ergänzen. Google weist darauf hin, dass solche Inhalte auch in seinen generativen KI-Suchfunktionen berücksichtigt werden können.
- Nicht für jede mögliche Suchanfrage einen eigenen Inhalt erstellen: Mehr Seiten bedeuten nicht automatisch mehr Relevanz. Google warnt davor, massenhaft ähnliche Inhalte zu produzieren, nur um möglichst viele Suchanfragen oder mögliche KI-Antworten abzudecken.
- KI als Unterstützung nutzen, aber nicht für Content-Masse: Auch KI-gestützte Inhalte müssen den Qualitätsanforderungen und Spamrichtlinien der Google-Suche entsprechen. Entscheidend ist also nicht, ob KI bei der Erstellung beteiligt war, sondern was am Ende für den Nutzer entsteht.
- Technisch zugänglich sein: Damit Inhalte in der Google-Suche und ihren generativen KI-Funktionen erscheinen können, müssen sie unter anderem crawlbar und indexierbar sein und die technischen Anforderungen der Google-Suche erfüllen.
- Auf eine gute Nutzererfahrung achten: Die Website sollte auf unterschiedlichen Geräten gut funktionieren, schnell reagieren und den eigentlichen Inhalt leicht erkennbar machen.
Diese Empfehlungen zeigen für mich ziemlich deutlich: Eine Website muss nicht möglichst viele Inhalte haben. Entscheidend ist, was diese Inhalte für die Menschen leisten, die sie finden.
Besonders wichtig finde ich dabei die eigene Perspektive. Denn Wissen lässt sich heute mit KI sehr schnell zusammentragen und Inhalte lassen sich ebenso schnell produzieren. Einen Unterschied machen können die eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken, die ich einem Thema hinzufüge.
Sichtbarkeit entsteht für mich deshalb nicht dadurch, dass wir möglichst viel Content produzieren. Sie entsteht, wenn wir etwas zu sagen haben, das für die Menschen relevant ist, die wir erreichen möchten.
Website oder Social Media? Für mich ist das die falsche Frage
Ich würde Social Media und Website deshalb auch nicht gegeneinander ausspielen. Beide können wichtig sein und sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Social Media kann hervorragend dabei helfen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Menschen regelmäßig zu begegnen, Beziehungen aufzubauen und Einblicke in die eigene Arbeit zu geben.
Die Website bietet dagegen Raum für Tiefe, Struktur und Zusammenhänge. Dort kann Wissen dauerhaft aufgebaut und die eigene Positionierung verständlich gemacht werden.
Problematisch wird es für mich erst dann, wenn meine gesamte digitale Sichtbarkeit von einer einzigen Plattform abhängt, deren Regeln ich nicht bestimme. Deshalb würde ich nicht fragen: Website oder Social Media? Sondern: Welche Kanäle helfen mir dabei, dass Menschen auf mich aufmerksam werden und wo finden sie anschließend die Informationen, die sie brauchen, um mich und mein Angebot wirklich zu verstehen?
Eine gute Website kann der Ort sein, an dem diese verschiedenen Wege zusammenlaufen.
Mein Blick nach vorne
Vielleicht werden wir in einigen Jahren tatsächlich deutlich weniger klassische Suchergebnisse durchklicken.
Vielleicht sprechen wir irgendwann auch nicht mehr so selbstverständlich über SEO und GEO als zwei getrennte Bereiche, weil die Grenzen zwischen Suchmaschine, KI-Assistent und anderen digitalen Systemen weiter verschwimmen. Vielleicht kommt es auch ganz anders.
Genau das finde ich an der aktuellen Entwicklung so spannend. Wir wissen noch nicht, welche Systeme sich durchsetzen, wie sich unser Suchverhalten verändert und welche Rolle die klassische Google-Suche langfristig spielen wird. Aber ich muss die Zukunft auch nicht vorhersagen können, um heute eine Entscheidung zu treffen.
Ich kann dafür sorgen, dass mein Unternehmen im Web eine eigene Basis hat. Ich kann dort erklären, wer ich bin, was ich anbiete und wofür ich stehe. Ich kann Wissen veröffentlichen und meine Inhalte weiterentwickeln, wenn sich die Suche verändert.
Und ich kann gleichzeitig Social Media, Suchmaschinen, Newsletter und andere Kanäle nutzen, um Menschen dorthin zu führen. Für mich ist das keine Entscheidung zwischen alt und neu. Es ist eine Entscheidung dafür, meine digitale Sichtbarkeit nicht vollständig anderen zu überlassen.
Mein Fazit: Brauche ich 2026 noch eine Website?
Es kommt darauf an.
Genau bei dieser Antwort bleibe ich.
Wenn du genügend Kunden hast, nicht weiter wachsen möchtest und deine Website hauptsächlich als digitale Visitenkarte brauchst, muss daraus kein großes SEO-, GEO- oder Content-Projekt werden.
Und wenn du eine Website besitzt, an der seit Jahren nichts passiert und von der du trotzdem erwartest, dass sie dir regelmäßig neue Kunden bringt, solltest du ebenfalls genauer hinschauen.
Eine Website ist nicht automatisch wertvoll, nur weil sie existiert.
Wenn du aber wachsen möchtest, wenn neue Menschen dich finden sollen und wenn du deine digitale Sichtbarkeit langfristig auf mehrere Wege verteilen möchtest, würde ich freiwillig nicht auf eine eigene Website verzichten. Nicht als Ersatz für Social Media.
Nicht als Garantie für gute Google-Rankings. Und auch nicht mit dem Versprechen, dass ChatGPT & Co. morgen ausgerechnet meine Inhalte zitiert. Sondern als digitale Basis, auf der ich selbst entscheiden kann, welche Inhalte ich veröffentliche, welche Themen ich besetze und wie ich mein Unternehmen positioniere.
Denn eines weiß ich 2026 tatsächlich nicht:
Ich weiß nicht, wo Kunden und Nutzer morgen suchen werden. Aber ich kann heute dafür sorgen, dass es etwas gibt, das sie finden können.
Ich bin MariaVA – Virtuelle Assistenz für digitale Projekte, Struktur & Sichtbarkeit.
Ich arbeite mich intensiv in SEO, GEO und die Veränderungen der digitalen Suche ein, weil ich verstehen möchte, was diese Entwicklungen ganz praktisch für Soloselbstständige und kleine Unternehmen bedeuten.
Dabei geht es mir nicht darum, jedem neuen Trend hinterherzulaufen oder dir zu erzählen, dass du ab morgen alles anders machen musst. Mir geht es darum, Entwicklungen einzuordnen, Zusammenhänge verständlich zu machen und daraus Schritte abzuleiten, die zu deinem Unternehmen und deinen Möglichkeiten passen.
Denn digitale Sichtbarkeit bedeutet für mich nicht, überall gleichzeitig präsent zu sein. Sie bedeutet, dort eine gute Grundlage zu schaffen, wo Menschen und Maschinen dich verstehen und finden können.
Kurz zusammengefasst
Nicht zwingend. Wenn du genügend Kunden über Empfehlungen oder Social Media erreichst und nicht weiter wachsen möchtest, kann eine einfache digitale Visitenkarte ausreichen. Möchtest du jedoch neue Kunden gewinnen und über unterschiedliche Wege gefunden werden, bietet dir eine eigene Website die wichtigste Basis. Sie fungiert als der „Single Point of Truth“ deines Unternehmens – die zentrale Quelle für deine Inhalte, deine Positionierung und deine Sichtbarkeit.
Dafür gibt es derzeit keine belastbare Grundlage. KI verändert zwar die Art, wie Menschen suchen, aber öffentlich zugängliche Webinhalte spielen weiterhin eine entscheidende Rolle als Datenbasis. Google erklärt Websitebetreibern inzwischen sogar ausdrücklich, wie ihre Seiten für generative Suchfunktionen zugänglich und relevant bleiben können, statt sie zu ersetzen.
Das kann in bestimmten Modellen funktionieren. Du solltest dir aber bewusst sein, dass du auf Social Media auf „gemietetem Boden“ baust und von den Regeln und Algorithmen der jeweiligen Plattform abhängig bist. Mit einer eigenen Website hast du wesentlich mehr Kontrolle über deine Inhalte, deine Struktur und deine langfristige Positionierung.
Nein. Eine Website allein garantiert keine Sichtbarkeit. Technische Zugänglichkeit, relevante Inhalte und eine klare Struktur schaffen jedoch die Voraussetzungen dafür, dass Suchmaschinen und KI-Systeme deine Inhalte überhaupt einordnen können. Sichtbarkeit ist kein automatischer Zustand, sondern das Ergebnis klarer digitaler Signale.
Für die Google-Suche eindeutig ja. Google bestätigt in aktuellen Leitfäden für generative KI-Funktionen, dass grundlegende SEO-Best-Practices weiterhin die Basis bilden. SEO verschwindet also nicht, es entwickelt sich weiter zu GEO (Generative Engine Optimization), um sicherzustellen, dass deine Inhalte auch in KI-Antworten als Quelle zitiert werden.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da beide unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Social Media schafft Aufmerksamkeit und Kontakte, die Website bietet den kontrollierbaren Raum für Tiefe und vertrauenswürdige Informationen. Sinnvoll ist meist ein Zusammenspiel: Social Media als Wegweiser, die Website als Zielort.

