Ich wusste, es würde anspruchsvoll werden. Aber dass mich diese Ausbildung so sehr fordern würde – das hatte ich nicht erwartet.
Jeden Abend das gleiche Fazit: „Verdammte … na, du weißt schon.“
Es war die intensivste, kompakteste und herausforderndste Ausbildung, die ich bisher gemacht habe.
Und doch – sie hat mich fachlich und persönlich wachsen lassen wie keine zuvor.
Falsche Erwartungen und ein Start, der anders kam als gedacht
Ich ging mit der Einstellung hinein: Ich habe wieder Dozenten, die durch die Ausbildung führen. Doch falsch gedacht.
Das stand so nirgends, und das wurde mir auch erst im Verlauf klar.
Ein externer Anbieter leitete den Kurs – wie schon bei früheren Ausbildungen – also dachte ich, ich wüsste, was mich erwartet.
Aber nein. Dieses Mal war alles anders.
Die Ausbildung startete auf der Lernplattform Moodle – kein Problem, die kannte ich bereits. Doch dann wurde mir schnell klar: Das System ist anders aufgebaut.
Für jeden Tag wurden Aufgaben freigeschaltet – mit fixen Abgabefristen, Wortlimits und Bewertungen.
Manche Aufgaben bestanden gefühlt aus zehn Unterpunkten und zu allem sollte man zusätzlich Feedback an andere Teilnehmende geben. Es gab ein Sternesystem: Nur wer genügend Sterne sammelte, durfte überhaupt zur Prüfung antreten.
Aufgaben, Fristen und tiefe Atemzüge
Ok, tief durchatmen. Dann kam der erste Input.
Die Dozentin entließ uns um 12 Uhr mit einer „Hausaufgabe“, die sich eher nach einem Miniprojekt anfühlte.
Themen mussten selbst erarbeitet, strukturiert und bis 15 Uhr hochgeladen werden – inklusive korrekter Zeichenzahl und sinnvoller Inhalte. Mittagessen? Fehlanzeige. Nur eine Tasse Kaffee und weiter. Denn wer zu spät abgab, verlor Punkte und Sterne.
Jeden Tag bis 15 Uhr: abgeben, prüfen, bewerten und danach mein täglicher Kommentar: „Verdammte … na, du weißt schon… und bist du deppert.“ Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Neues erarbeiten, Fachaufgaben schreiben, gleichzeitig andere Beiträge kommentieren und das alles in drei Stunden.
Aber ich habe es geschafft. Jeden Tag.
Die Facharbeit – Nächte voller Ehrgeiz
Nach fünf Tagen war der Online-Teil vorbei – aber die Erholung blieb aus.
Am Wochenende stand die Facharbeit an: zwanzig Seiten, fundiert, mit Strategie und Praxisbezug und natürlich: die Abschlusspräsentation. Wenig Schlaf, viele Tassen Kaffee, lange Nächte.
In meinen Träumen habe ich nur noch an Folien gebaut, Texte formuliert und Übergänge geübt.
Doch mein Perfektionismus war hier ausnahmsweise mal hilfreich – ich wollte es gut machen, richtig gut.
Am Tag der Präsentation hieß es dann: Zehn Minuten, kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Alles musste sitzen.
Ich hetzte gedanklich durch meine Slides, wollte jede Sekunde nutzen und liefern. Nach der Präsentation gab es kein direktes Feedback, nur Stille und Warten.
Und dann, einige Wochen später: das Ergebnis: 96 von 100 Punkten.
Mehr muss ich dazu nicht sagen. Freude. Erleichterung. Stolz.
Social Media – tiefer als gedacht
Während der Ausbildung habe ich verstanden, wie komplex und faszinierend Social Media wirklich ist.
Ich bekam tiefe Einblicke in das Zusammenspiel von Strategie, Inhalt und Timing und was es wirklich braucht, um organisch zu wachsen.
Ich habe gelernt, was der Algorithmus liebt, wie Zielgruppen denken und warum gute Inhalte immer zuerst vom Menschen ausgehen und dann von der Technik unterstützt werden. Besonders spannend war für mich, wie eng Social Media und Künstliche Intelligenz inzwischen miteinander verbunden sind.
KI-Tools können Redaktionsprozesse erleichtern, Trends sichtbar machen und kreative Ideen anstoßen.
Ich habe gelernt, diese Tools gezielt einzusetzen – nicht als Ersatz, sondern als intelligente Unterstützung, um Social Media effizienter und gleichzeitig menschlicher zu gestalten. Durch diese Ausbildung habe ich mein Wissen professionalisiert und meine Rolle neu definiert: Ich bin jetzt nicht mehr nur die, die Beiträge erstellt – ich verstehe, warum sie wirken, wie sie performen und welche Strategie dahintersteht. Ich denke heute in Kampagnen, Zielgruppen und Content-Architektur.
Und genau das macht für mich den Unterschied zwischen Social Media „machen“ und Social Media managen.
Mein Fazit
Diese Ausbildung war intensiv – manchmal zu intensiv. Aber sie hat mich stärker, sicherer und strukturierter gemacht.
Ich habe gelernt, dranzubleiben, auch wenn’s eng wird. Ich habe gelernt, loszulassen, wenn Perfektion im Weg steht.
Und ich habe gelernt, dass ich mehr kann, als ich manchmal glaube.
Ich bin MariaVA – Social Media Managerin Advanced (IHK), Virtuelle Assistentin mit Herz, Struktur und Haltung. Ich weiß jetzt, was gute Social-Media-Arbeit braucht:
Klarheit, Strategie, Ausdauer und eine Prise Humor, wenn’s mal wieder heiß wird.
Bonus – eine kleine Kostprobe aus dem echten Leben
Zum Schluss – eine kleine Kostprobe aus dem echten Leben. Hier ein Beispiel aus den täglichen Facharbeitsaufgaben.
Kaffee bereit? Dann los – du hast drei Stunden Zeit.

Aufgabe A – Einbindung von neuen Social-Media-Funktionen oder Trends
In dieser Aufgabe geht es darum, die im Online-Seminar vorgestellten neuen Funktionen und Trends der verschiedenen Plattformen gezielt auf dein Unternehmen zu übertragen, sie praktisch auszuprobieren und zu bewerten, welche Chancen und Herausforderungen sie bieten.
Aufgabenstellung:
Verschaffe dir einen Überblick über mindestens zwei neue Funktionen oder Trends, die du im Online-Seminar kennengelernt hast und die für dein Unternehmen relevant sein könnten.
Teste die Funktionen – soweit möglich – in der Praxis bzw. beobachte Trend-Beispiele aus der Branche.
Dokumentiere deine Erfahrungen und analysiere Chancen und Herausforderungen in Bezug auf deine Zielgruppe und deine Social-Media-Ziele.
Ziel der Aufgabe ist es, eine erste fundierte Einschätzung zu erarbeiten, welche der Funktionen oder Trends für dein Unternehmen künftig sinnvoll sein könnten.
Beziehe dabei alle Plattformen ein, die du aktuell nutzt.
Bitte beachte bei der Bearbeitung der Aufgabe die Mindest- bzw. Höchstwortanzahl: mindestens 400 Wörter, höchstens 1000 Wörter.
Feedback: Lies die Beiträge der anderen Teilnehmenden und reagiere auf mindestens einen Beitrag.
Der Experte gibt zu jedem Beitrag ein Feedback, der bis zum Ende des Lernmoduls fristgerecht eingereicht wurde.
Aufgabe B – Einbindung von KI-Funktionen
Im Online-Seminar hast du einen Überblick darüber erhalten, welche KI-Funktionen direkt in Social-Media-Plattformen integriert sind.
Diese Funktionen bieten dir die Möglichkeit, Redaktionsprozesse zu vereinfachen, Inhalte gezielter auszuspielen und dein Social-Media-Management effizienter zu gestalten.
Aufgabenstellung:
Arbeite in dieser Aufgabe heraus, welche KI-Funktionen die einzelnen Plattformen haben, teste diese für deine Praxis und erstelle eine Anleitung für den Einsatz dieser Funktionen.
Ziel der Aufgabe ist, dass du so dein Social-Media-Team (oder deine Kolleginnen, Kollegen oder Externe) über die KI-Funktionen informierst und den Einsatz dieser Funktionen anleitest.
Arbeite das für jede deiner Social-Media-Plattformen heraus.
Bitte beachte bei der Bearbeitung der Aufgabe die Mindest- bzw. Höchstwortanzahl: mindestens 400 Wörter, höchstens 1000 Wörter.
Feedback: Lies die Beiträge der anderen Teilnehmenden und gib mindestens einer Person Feedback.
Der Experte gibt zu jedem Beitrag Feedback, der bis zum Ende des Lernmoduls fristgerecht eingereicht wurde.
So sah mein Alltag in dieser Woche aus.
Und wenn du das jetzt gelesen hast, kannst du dir sicher vorstellen, warum ich nach 15 Uhr meistens nur noch dachte:
„Verdammte … na, du weißt schon.“

