Diesmal eine Ausbildung, die mich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich verändert hat.
New Work – das ist für mich der Begriff für das, was ich tue. Als Virtuelle Assistenz arbeite ich ganz anders als früher. Freier, eigenständiger, digitaler. Und doch wollte ich verstehen, was genau hinter diesem Begriff steckt, der inzwischen überall auftaucht.
Was bedeutet New Work wirklich – jenseits von Homeoffice und Tools?
Was heißt es für mich, wenn ich meine Arbeit selbst gestalten darf – mit Verantwortung, Herz und Struktur? Also entschied ich mich: Ich mache die Ausbildung zur New Work Assistenz (IHK).
Zwischen Neugier und Unbekanntem
Gleich zu Beginn merkte ich: Diese Ausbildung ist anders. Agiles Arbeiten, Selbstorganisation, neue Arbeitskulturen – vieles davon war mir in der Praxis bereits vertraut. Doch plötzlich bekam alles Namen, Modelle, Menschen, die dahinterstanden. Das war neu für mich und genau das wollte ich verstehen.
Meine Neugier treibt mich an: Ich will wissen, wie Dinge funktionieren, wo sie herkommen und wie ich sie sinnvoll anwenden kann. Was ich tue, möchte ich begreifen – nicht oberflächlich, sondern im Kern. Ich glaube, das liegt auch ein bisschen an meinem Human Design 😉
Als manifestierende Generator tauche ich gerne tief ein, lerne schnell und mit Begeisterung und genau das durfte ich hier wieder spüren.
Die Welt von Microsoft und meine eigene
Ein großer Teil der Ausbildung drehte sich um Microsoft Office 365 Business – eine Welt, die viele Teilnehmende aus ihren Unternehmen kannten. Ich aber arbeite mit anderen Tools. Ich bin frei in meiner Wahl. Ich liebe es, auszuprobieren, zu vergleichen, zu spüren, was zu mir passt und was nicht. Trotzdem wollte ich auch die „andere Seite“ kennen. Nicht, um mich anzupassen, sondern um zu verstehen – für den Fall, dass ich sie einmal brauche. Wissen heißt schließlich Freiheit.
Struktur und Organisation – mein Fundament
Ich habe gelernt, wie wichtig Struktur wirklich ist.
Methoden wie das Eisenhower-Prinzip oder das Pareto-Prinzip kannte ich im Grunde schon – ich habe immer danach gearbeitet, ohne zu wissen, dass sie Namen tragen. Jetzt konnte ich diese Systeme bewusst einordnen und gezielt anwenden.
Ich habe erkannt, wie sehr mich Klarheit und Ordnung im Denken stärken und dass das schon lange Teil meiner Arbeitsweise ist.
Denn „Organisation“ ist für mich nichts Starres, sondern etwas, das mich freier macht.
Die Vielfalt der Menschen
Besonders spannend waren die Einblicke in unterschiedliche Persönlichkeitstypen und innere Antreiber. Was treibt uns an? Was bremst uns?
Und – wenig überraschend – einer meiner stärksten Antreiber ist die Perfektion. Ich will Dinge gut machen. Richtig machen. Ganz machen.
Das habe ich in dieser Ausbildung wieder gespürt und gleichzeitig gelernt, es mit mehr Milde zu betrachten.
Der Moment der Entscheidung
Ich erinnere mich gut an den Punkt, an dem ich dachte: Ich werde nicht an der Prüfung teilnehmen. Alle anderen arbeiteten in großen Unternehmen, sprachen über Meetings, Teams und Abteilungen – Welten, die mit meiner Realität als Virtuelle Assistenz wenig zu tun haben.
Ich fühlte mich fremd. Aufgeben wollte ich nie. Aber ich sah einfach kein Thema, das wirklich zu mir passte – nichts, das in diese Microsoft-Welt hineinpasste, in der Formulare erstellt oder Meetings organisiert werden.
Ich arbeite nicht in einem großen Unternehmen, ich bin Virtuelle Assistentin – frei, digital, unabhängig. Und plötzlich merkte ich: Genau das ist mein Unterschied. Dann fiel mir mein Lieblingsthema ein – ChatGPT.
Eine Custom GPT speziell für meine Arbeitswelt zu entwickeln – das war mein Weg. Meine Dozentin gab das Thema frei, und in diesem Moment war ich wieder angekommen. Zuhause. In meiner virtuellen Welt. Von da an war alles anders.
Ich begann – leise, konzentriert – an meinem eigenen Thema zu arbeiten. Und plötzlich war ich im Flow. Alles ergab Sinn. Ich wusste: Ich trete an. Und wie die letzten Male – ich rocke das.
Mein Abschlussprojekt – KI trifft New Work
Für meine Abschlusspräsentation wollte ich zeigen, dass New Work und Künstliche Intelligenz keine Gegensätze sind – sondern sich wunderbar ergänzen.
Ich habe eine eigene Custom GPT-Anwendung vorgestellt und live demonstriert, wie man damit einen Newsletter zum Thema „Mental Load in der Assistenz“ erstellen kann. Dieses Projekt war für mich der perfekte Abschluss: Es vereinte alles, was mich ausmacht – Struktur, Kreativität, Technik und Herz. Und genau das ist für mich New Work: Freiheit, Neues auszuprobieren und das eigene Können mit Sinn einzusetzen.
Mein Fazit
Diese Ausbildung war anders. Herausfordernd, manchmal unbequem, aber unglaublich wertvoll. Ich habe gelernt, dass New Work nicht vom Unternehmen abhängt, sondern von der Haltung.
Es beginnt dort, wo wir Verantwortung für uns selbst übernehmen. Wo wir mitdenken, statt nur mitzuschwimmen. Wo wir Freiheit nicht als Risiko sehen, sondern als Geschenk.
Wissen heißt schließlich Freiheit. Ein Satz, der für mich beschreibt, was New Work im Kern bedeutet.
Ich bin MariaVA – Virtuelle Assistentin mit Herz, Struktur und Haltung.
Agiles Denken, selbstbestimmtes Arbeiten und die Freude an New Work gehören inzwischen ganz selbstverständlich zu mir – in meiner Arbeit und in meinem Denken.

